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Material

6 Startplättchen, 54 Gebäudeplättchen, 1 Bauhof, 1 Zähltafel, 12 Zählsteine, 108 Geldkarten, 2 Wertungskarten, 6 Reservefelder mit Übersichten, 1 Stoffbeutel, 1 Spielregel

Vergleich / Originalität

Umgestaltete Nachfolgevariante des Kartenspiels 'Stimmt so!'.

Weiterführende Informationen

Eintrag bei Luding.org

Auszeichnungen

Spiel des Jahres
Preistr
Deutscher Spielepreis



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Die Alhambra [] ist eine bedeutende Stadtburg auf dem Sabikah-Hügel von Granada in Spanien, die als eines der schönsten Beispiele des Maurischen Stils der Islamischen Kunst gilt. Die Alhambra ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe. Die Grundfläche der Burganlage ist etwa 13 Hektar groß.

Herkunft des Namens

Die Herkunft des Wortes Alhambra ist strittig. So ist unklar, ob der Name vom Namen eines der Baumeister oder vom arabischen , zurückzuführen auf die rötliche Färbung der Außenmauern, herrührt. Ein glaubhafter, unabhängig bestätigter Bericht über den Anblick zu Zeiten der arabischen Herrschaft existiert nicht. Für die Annahme spricht allerdings, dass das Farbadjektiv nicht nur im Namen der Festung, sondern auch im Namen der Stadt Granada (granat) auftaucht. Pocklington zeigt sich auch davon überzeugt, dass der Name der Puerta del Vino ('Weintor') eine auf den alten Namen des Tores zurückgehende verschleiernde Lehnübersetzung ist: Bāb bzw. im maghrebinisch-andalusischen Arabisch Bīb al-ḥamrāʾ: rotes Tor.

Geschichte

Der Alhambra genannte Baukomplex ist eine für das Mittelalter typische Kombination aus einer befestigten Oberstadt mit einer auch gegen diese selbst noch extra gesicherten Zitadelle für den Machthaber. Die Oberstadt beherbergte neben dem Adel und dem Militär auch die höher stehende Bürgerschaft, Kaufleute sowie wichtige Handwerker. Auch die Waffenherstellung befand sich hier. Als Alcazaba wird in der Literatur eine Stadtburg (Akropolis) bezeichnet; eine großflächige Befestigungsanlage mit stadtähnlichem Charakter, auf deren Gelände es noch eine Stadtburg oder Zitadelle gibt. In Granada wird die Zitadelle allein als Alcazaba bezeichnet, während die Gesamtanlage Alhambra heißt.

Ursprünge

Erste Besiedelungshinweise für den Berg, auf dem die Burg steht, gibt es bereits aus vorrömischer Zeit. Nach der Eroberung der iberischen Halbinsel erbauten die Mauren eine Burganlage. Urkundliche Erwähnung fand sie während der Bürgerkriege des 9. bis 12. Jahrhunderts als „Ma’qil Ilbīra“ (Elvira-Festung), als Sawwar Ibn Hamdun wegen Bürgerunruhen im Kalifat von Córdoba in die Festung zog. Sie bewies ihren Wert als Festung auch in mehreren Kriegen gegen das Kalifat von Córdoba.

Nach dem Zusammenbruch des Kalifats von Córdoba 1031 übernahm der Berberführer Zāwī ibn Zīrī die Herrschaft über die Provinz (kūra) Ilbīra und machte diese mit samt ihrer Umgebung unabhängig. Seinem Urgroßneffen zufolge gründeten die Zīrīden daraufhin erst die Stadt Granada, welche besser zu verteidigen gewesen sei, als die Stadt Ilbīra, einige Kilometer entfernt.'Abdallāh, Cap. II, § 10, fol. 8a - 9a.

Später übernahmen die ebenfalls berberischen Dynastien der Almoraviden und Almohaden die Herrschaft. Über das Aussehen der Burg in dieser Zeit gibt es keine Hinweise.

1238 bis 1492

Im Jahre 1238 verlegte der damalige erste Nasridenherrscher, Muhammad ibn Yusuf ibn Nasr, genannt Al-Ahmar (dt: „der Rote“), seine Residenz von Jaén nach Granada und begründete als Mohammed I. in Granada seine eigene Dynastie, die Nasriden, die bis 1492 über das Emirat von Granada herrschten. Muhammad veranlasste den Bau der beeindruckenden Zitadelle auf dem Territorium der heutigen Alhambra. Die grandiose Befestigung der Alcazaba (Oberstadt) wurde im 13. und 14. Jahrhundert errichtet. In der damaligen Zeit stand der Herrscherthron im Comares-Turm am Rande der Festung. So hatten die Emire stets ihr Land im Blick.

Unter Yusuf I. (1333–54) und Muhammad V. (1354–91) wurde die Nutzung der Alcazaba neu organisiert. Die Zitadelle, die heute als Alcazaba bezeichnet wird, hatte von nun an eine rein militärische Bedeutung. Das übrige Territorium der Oberstadt wurde zum Regierungs- und Verwaltungssitz ausgebaut. Die Privatresidenzen der Emire befanden sich ebenfalls auf ihrem Territorium. Im Kellerraum des Comares-Turmes ließ Emir Abu l-Hasan Ali auf Betreiben seiner Geliebten Soraja seine Frau Aisha und den Kronprinzen, Muhammad (Boabdil), einsperren. Den beiden gelang jedoch der Legende nach in einem Korb, den Helfer außen am Turm herabließen, die Flucht.

Unter der Herrschaft der Kalifen von Córdoba war Al-Andalus ein reiches, blühendes Land gewesen. Kunst und Wissenschaft waren weltberühmt, das Handwerk galt in ganz Europa als Vorbild. Für alle Kinder gab es Schulen, für die Einwohner der Stadt Krankenhäuser, Bibliotheken und Freizeitzentren. Die Straßen waren befestigt, und es gab überall Wasserleitungen – im christlichen Europa war solch ein Luxus unbekannt. Im Emirat von Granada, obwohl politisch und wirtschaftlich in hohem Maße von Kastilien abhängig, erlebte diese Kultur eine letzte, späte Blüte. Ungeachtet dessen erklärten es die Katholischen Könige zu ihrer Aufgabe, die Reconquista zu vollenden und ganz Spanien unter die Herrschaft des Christentums zu bringen.

Gegen Ende des Nasridenreiches wurde die Zitadelle durch ein Artillerie-Bollwerk in Richtung Stadt verstärkt. Trotzdem musste der letzte maurische Herrscher Muhammad XII. (Boabdil) nach lang andauernder Belagerung im November 1491 kapitulieren und übergab die Festung am 2. Januar 1492 an die Katholischen Könige (). Damit fiel die letzte Bastion der Mauren in Spanien.

1492 bis heute

Am 31. März 1492 erließen die Katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón hier das so genannte Alhambra-Edikt, in dem die Vertreibung aller nicht bekehrungswilligen Juden aus dem Königreich und aus allen spanischen Besitzungen angeordnet wurde. In der nun folgenden Schreckensherrschaft der christlichen Inquisition wurden Juden und Ketzer verfolgt, arabische Bücher verbrannt und die islamische Bevölkerung christianisiert.

Nach der Übergabe der Alhambra an die spanischen Könige wurde Don Iñigo López de Mendoza, Graf von Tendillo, als königlicher Verwalter der Alhambra eingesetzt. Er ließ nach der Eroberung 1492 eine riesige Zisternenanlage im Abschnittsgraben zwischen der Alcazaba und dem Palastbereich errichten. Das Gelände wurde aufgeschüttet und so entstand der Zisternenplatz. Im 16. Jahrhundert errichtete man vor der Alcazaba eine Vormauer mit niedrigem Rundturm.

König Karl I. (als Karl V. zugleich Kaiser des Heiligen Römischen Reiches) plante, Granada zum Regierungssitz des spanischen Königreichs zu machen. Deshalb ließ er von seinem Architekten Pedro Machuca einen großen Renaissancepalast auf der Alhambra errichten. Da sich auf Grund der Entdeckung Amerikas 1492 die Interessensschwerpunkte des Königreiches verlagert hatten, ließ man die Residenzpläne fallen. Der Palast Karls I. wurde nie fertiggestellt.

Im Spanischen Erbfolgekrieg leisteten die Burgvögte den Bourbonen Widerstand. Das hatte 1714 ihre Entmachtung zur Folge. In der Zeit der Bourbonen verfiel die Alhambra immer mehr. Während der Besetzung Spaniens durch die Franzosen unter Napoleon richteten die napoleonischen Soldaten zunächst das alte Bewässerungssystem und die Gärten wieder her, sprengten dann aber bei ihrem Rückzug Teile der Alhambra, um zurückgelassene Munitionsüberreste nicht in die Hände der Spanier fallen zu lassen. Seitdem man die Alhambra im 19. Jahrhundert wieder entdeckte, finden Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten statt. Einiges von dem, was in der Frühzeit der Restaurierung stattfand (z.B. Kuppelbauten über den Pórticos des Patio de Leones) wurde später zugunsten eher wahrscheinlicher Bauelemente geändert.

Die Alhambra als Inspiration in Kunst, Musik und Literatur

Kunst

Die Alhambra war und ist Motiv sowohl als Hintergrundkulisse in der Historienmalerei als auch als Studienobjekt für architektonische Details, wie z.B. für den Düsseldorfer Architekturmaler Adolf Seel. Der spanische Historienmaler Francisco Pradilla y Ortiz malte sie im Hintergrund für seine Szene der Rendición de Granada ('Kapitulation von Granada', 1882).

Musik

Die erste Nacht (=Satz) in den Noches en los jardines de España von Manuel de Falla nennt sich En el Generalife.

Literatur

Schon von Beginn ihrer Nutzung als Palastanlage an ist die Alhambra auch Gegenstand insbesondere lyrischer Texte. Im 11. Jahrhundert baute die jüdische Wesirsdynastie der Banū Naghrela hier einen Palast. Der aus Málaga stammende jüdische Dichter Solomon ibn Gabirol spricht in einem seiner Gedichte von diesem Palast, einem nicht erhaltenen Vorgängerbau der heutigen Paläste. Die seit dem 13. Jahrhundert entstandenen Paläste der Naṣriden sind mit Versen des Dichters Ibn Zamrak (14. Jahrhundert) versehen. Diese wurden in jüngerer Zeit auch vertont.

Im 19. Jahrhundert waren es vor allem die Künstler der Romantik, welche Interesse an der Alhambra zeigten. So z.B. Heinrich Heine in seinem Almansor (1823) und natürlich Washington Irving: 1832 erschien die Erstauflage der Erzählungen von der Alhambra von Washington Irving, der sein Buch aus Inspirationen heraus schrieb, die ihn während seines Aufenthalts in den verlassenen Gemäuern der Anlage ereilten.

Von dem 1936 ermordeten spanischen Dichter Federico García Lorca ist auf einem Brief an seinen Freund "Zalamea" eine Zeichnung der Alhambra erhalten. Aber auch in seinen Gedichten (etwa Granada) hat er sich mit dem die Stadt dominierenden Bauwerk auseinandergesetzt.

Film

Im Film 1492 – Die Eroberung des Paradieses (1992) wurde für die Innenszenen in der Alhambra auf die Reales Alcázares in Sevilla ausgewichen. Doch in Sindbads siebente Reise (1958) stellte die granadinische Festung den Kalifenpalast in Bagdad dar.

Gebäudeteile

Innerhalb der sehr alten Festungsmauer befinden sich die Zitadelle (die Alcazaba), die Nasridenpaläste (Palacios Nazaries), der Palast Karls des Fünften sowie diverse weitere Gebäude, wie z. B. eine Kirche, ein Kloster und ein Parador-Hotel.

Der Sommerpalast neben der Festungsmauer war der "Ǧanna(t) al-ʿArif" ("Garten des Architekten"), aus dem im Spanischen dann das Wort Generalife wurde. Ein malerischer Spazierweg unter Zypressen führt zu den herrlichen Gartenanlagen. Hier ist auch der Acequia-Hof mit seinen Wasserspielen sehenswert.

Hauptkomplex ist der Alcázar mit dem Thronsaal (Sala de Embajadores) im Comares-Turm und mit dem Löwenhof. Hier, im Winterpalast befindet sich eines der berühmtesten Stücke der Alhambra: Dort steht ein von zwölf steinernen Löwen getragener Springbrunnen, der dem Ambiente den Namen Patio de los leones gegeben hat. Am Rand des Brunnens ist ein Spruch des Dichters Ibn Zamrak zu lesen: Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht."

Siehe auch

  • Geschichte Spaniens
  • Alcázar (Schloss)

Literatur

  • Jesús Bermúdez López, Pedro Galera Andreu: Die Alhambra und der Generalife. Offizieller Führer. Editorial Camores, Granada o.J., ISBN 84-8151-853-0.
  • Aurelio Cid Acedo: Die Alhambra aus der Nähe betrachtet. Edilux, Granada 2000, ISBN 84-87282-38-5.
  • Almut von Gladiß (Hrsg.): Schätze der Alhambra: islamische Kunst in Andalusien. [Ausstellung in den Sonderausstellungshallen am Kulturforum Berlin, 29. Oktober 1995 bis 3. März 1996.] Ausstellungskatalog. Skira, Milano 1995, ISBN 88-8118-034-0.
  • Oleg Grabar: Die Alhambra. DuMont, Köln 1981, ISBN 3-7701-1229-6.
  • Jules Grécy: Die Alhambra zu Granada. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1990, ISBN 3-88462-064-9.
  • Washington Irving: Erzählungen von der Alhambra. (1832) Sánchez, Granada 1999, ISBN 84-7169-005-5.
  • Luis Monreal y Tejada, Domi Mora: Mittelalterliche Burgen in Spanien. Könemann, Köln 1999, ISBN 3-8290-2220-4.
  • Anne Stierlin, Henri Stierlin: Alhambra. Diederichs, München 1993, ISBN 3-424-01189-4.

Einzelnachweise





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