Neuseeland ist der heimliche Weltmeister Hilpoltsteiner Zeitung Okay, bevor man auf diesem Wege in Amerikanisch-Samoa strandet, kann man es bei der Feststellung belassen, dass der Fußball immer taugt für alle möglichen ...
Amerikanisch-Samoa (American Samoa) ist ein selbständiges aber abhängiges amerikanisches Überseegebiet (Außengebiet) mit eigenem Parlament und liegt im südlichen Teil des Pazifiks. Die Verwaltung und die Landesverteidigung unterliegen jedoch der US Regierung.
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Artikel
Amerikanisch-Samoa ist als Teil von Amerikanisch-Ozeanien ein US-amerikanisches Außengebiet im südlichen Pazifik. Amerikanisch-Samoa ist Teil der Samoainseln und liegt südöstlich des Inselstaats Samoa. Die flächen- und bevölkerungsmäßig größte Insel Amerikanisch-Samoas ist Tutuila.
Während des Zweiten Weltkriegs erlangte Amerikanisch-Samoa vorübergehend größere strategische Bedeutung für die USA, so dass man sich zum Bau einer Marinebasis und eines Flughafens (Pago Pago International Airport) entschloss. Ein besonderes kulturelles Merkmal der Inselgruppe ist das Nebeneinander von modernem amerikanischem Lebensstil und samoanischen Traditionen.
Geographie
Amerikanisch-Samoa ist das größte US-Territorium südlich des Äquators. Es erstreckt sich auf einige Vulkaninseln und zwei kleine Atolle:
Tutuila mit umliegenden kleineren Inseln, darunter Aunuʻu,
die Gruppe der Manuainseln mit Taʻū und Ofu-Olosega,
das Atoll Swains Island und
das Rose-Atoll.
Die Vulkane sind allesamt erloschen, während die Berge der Inselgruppe durch Erosion stark zerklüftet sind. Die höchste Erhebung des Inselstaates ist der Lata auf der Insel Taʻū mit einer Höhe von 966 Metern über dem Meeresspiegel.
Wichtige Ortschaften neben der Hauptstadt Pago Pago, sind Tula Village, Amanave, Vaitogi und Tafuna.
Bevölkerung
89 % der Einwohner sind Polynesier, 2 % Weiße (Europäer/Amerikaner), 4 % Tongaer und 5 % gehören einer anderen Ethnie an. Koreanische und chinesische Einwanderer fanden vor allem in der Fischindustrie eine Beschäftigung, während Amerikaner vorwiegend in Verwaltungsberufen tätig sind.
Die Einwohner sind Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Geburtenrate beträgt 21,83 Lebendgeburten pro Jahr auf 1000 Einwohner. Bei 3,24 Todesfällen auf 1000 Einwohner und der zunehmenden Abwanderung in die USA (einige zehntausend Samoaner haben sich auf Hawaii und an der amerikanischen Westküste niedergelassen) ergibt sich ein Bevölkerungsrückgang um 0,262 % jährlich.
Das Mediansalter liegt bei 23,6 Jahren und die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 75,84 Jahre.
Im Jahr 2009 ist Amerikanisch-Samoa weltweit das Land mit dem größten Anteil Übergewichtiger an der Gesamtbevölkerung. Das hierfür geltende Kriterium eines Body-Mass-Index (BMI) > 25 wird von 93,5% der Bevölkerung erfüllt. (Zum Vergleich: In den USA wird dieses Kriterium von 66,7 % der Bevölkerung erfüllt)
Sprachen
Amtssprachen sind Englisch und Samoisch, eine polynesische Sprache, die von 90,6 % als Muttersprache gesprochen wird. 2,9 % der Bevölkerung sind englische und 2,4 % tonganische Muttersprachler. Der Großteil der Einwohner ist bilingual.
Religionen
Vorherrschende Religion ist das Christentum (50% Congregational Christian Church, 20 % Katholiken, 30 % Protestanten).
Geschichte
Die erste Besiedlung fand vermutlich bereits 1000 v. Chr. statt. Samoa wurde von europäischen Entdeckern erstmals im 18. Jahrhundert gesichtet. Walfängerboote fanden im Tiefseehafen von Tutuila einen idealen Anlegeplatz, der später auch das Interesse der USA weckte. Nach mehreren internationalen Streitigkeiten des 19. Jahrhunderts wurde der Archipel Samoa 1899 durch einen völkerrechtlichen Vertrag (Samoa-Vertrag) zwischen dem Deutschen Reich und den USA in Deutsch-Samoa (West-Samoa) und Ost-Samoa aufgeteilt.
Amerikanisch-Samoa wurde am 20. Februar 1929 zu einem abhängigen Gebiet der USA. Es ist nicht mit dem unabhängigen Inselstaat Samoa, der später aus der deutschen Kolonie entstand, zu verwechseln.
Während des Zweiten Weltkriegs diente Pago Pago der US-Marine als wichtiger Stützpunkt im Pazifik. Als Flottenbasis unterstand Amerikanisch-Samoa verwaltungsmäßig bis 1951 dem Marineministerium der Vereinigten Staaten. Neun Jahre später erhielt das Territorium seine erste Verfassung. Innerhalb weniger Jahrzehnte hielten amerikanischer Lebensstil und moderne Technologie Einzug in dem Gebiet, während die Infrastruktur durch den Bau von Schulen, neuen Straßen, eines Flughafens, eines Krankenhauses und eines Hotels ausgebaut wurde.
Am 29. September 2009 wurde Amerikanisch-Samoa nach einem Erdbeben der Stärke 8,0 (um 17:48h UTC) rund 200 Kilometer südlich im Pazifik von einem Tsunami getroffen.FAZ.NET: [https://www.faz.net/s/Rub9FAE69CECEA948EAAFE2806B54BF78AA/DocATplScontent.html Tsunami überflutet Samoa: Mehr als 120 Tote]. 30. September 2009. Betroffen war auch die Hauptstadt Pago Pago. Auf der Insel gab es mindestens 24 Tote und 50 Verletzte.
Politik
Die Regierungsform auf Amerikanisch-Samoa ist eine abhängige Repräsentative Demokratie mit einem Gouverneur als Oberhaupt der Regierung. Amerikanisch-Samoa galt lange auch als Unorganized Territory, als Gebiet, das zu keinem US-Bundesstaat gehört und somit auch keine Selbstverwaltung hat. Faktisch existiert jedoch auf Samoa eine Form von Selbstverwaltung die dem Innenministerium der Vereinigten Staaten unterstellt ist.
Die auf Amerikanisch-Samoa geborene Bevölkerung besitzt die US-amerikanische Nationalität, gelten jedoch nicht als volle Bürger der USA. Damit verbunden ist, dass die Bevölkerung kein aktives oder passives Stimmrecht bei US-Wahlen auf Bundesebene hat, jedoch ungehindert in die USA ein und ausreisen kann. Die lokale Regierung kann außerdem nur einen nicht-stimmberechtigten Vertreter in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten wählen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Nationalpark
Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa wurde 1988 gegründet und liegt verteilt über die Inseln Tutuila, Ofu und Taʻū.
Wirtschaft
Die samoanische Wirtschaft ist stark von den USA abhängig, die zugleich wichtigster Handelspartner sind. Hauptwirtschaftszweig sind der Thunfischfang und die Thunfischverarbeitung. Außerdem profitiert der Südseestaat von Subventionen seitens der US-Regierung sowie von Entwicklungshilfen und Infrastrukturprojekten. Davon profitiert auch der sich immer stärker entwickelnde Tourismus.
Die Haushaltsausgaben des Südseestaats betrugen 1996/97 127 Mio. US-Dollar, die Einnahmen 121 Mio. US-Dollar. Das Bruttoinlandsprodukt lag 2005 bei 5.800 US-Dollar pro Einwohner. Von den 57.881 Einwohnern waren 2005 17.630 erwerbstätig, woraus sich eine Arbeitslosenquote von 29,8% ergibt.
Sport
Die Fußball-Nationalmannschaft von Amerikanisch-Samoa konnte bisher nur Erfolge gegen die Auswahl von Wallis und Futuna verbuchen. Sie hat den Rekord „Die höchste Niederlage einer Fußball-Nationalmannschaft“ inne, nachdem sie am 11. April 2001 mit 31:0 gegen das Team aus Australien verlor.
Literatur
Mückler, Hermann: Unwanted Neighbours: Implications, Burdens and the Instrumentalization of Migration: Relations between American Samoa and the Republic of Samoa. In: Ferro, Katarina; Margot Wallner (Hrg.): Migration Happens. Reasons, Effects and Opportunities of Migration in the South Pacific. Novara, Vol. 4 (6), Hamburg/Münster 2006: LIT-Verlag, S. 63-81.
Stahn, Eberhard: Südsee. Reiseführer mit Landeskunde. Dreieich 1999: Mai Verlag, S. 202-211.
Sutter, Frederic Koehler: Amerika Samoa; An Anthropological Photo Essay. Honolulu 1984: University of Hawaii Press.
Gray, John A. C.: Amerika Samoa. A History of America Samoa and Its United States Naval Administration. Annapolis 1960: United States Naval Institute.
Einzelnachweise
Siehe auch
Liste der Gouverneure von Amerikanisch-Samoa
Liste der Registered Historic Places in Amerikanisch-Samoa