Nach der Niederlage im Ersten und im Zweiten Weltkrieg hat Deutschland seine Großmachtposition verloren. Die heutige deutsche Außenpolitik ist geprägt von Frieden und Freiheit. Seit der Aufnahme als vollwertiges Mitglied in den Vereinten Nationen, engagiert sich Deutschland seit dem 18. September 1973 weltweit für Frieden, Freiheit, Menschenrechte, Umweltschutz, humanitäre Hilfe, Entwicklungspolitik und Außenwirtschaftsförderung. Deutschland führt dabei eine vertrauensvolle und zukunftsweisende Zusammenarbeit mit folgenden internationalen Organisationen:
Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU fördert die internationale Sicherheit und setzt sich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und für die Achtung der Menschenrechte ein.
Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) der EU dient der wirksamen internationalen Konfliktvorbeugung, Konfliktverhütung und Krisenbewältigung. Zur Durchsetzung der Zielvorgaben werden von der EU-Gemeinschaft militärische und zivile Maßnahmen ergriffen. Im zivilen Teil der ESVP gibt es vier Schwerpunktbereiche: Polizei, Rechtsstaat, Zivilverwaltung und Katastrophenschutz, der militärischen Teil wird eng mit der NATO abgestimmt.
Die NATO hat seit Beendigung des Kalten Kriegs ihre Aufgaben geändert, seither ist die kollektive Verteidigung die Kernaufgabe, hinzu kommen das Krisenmanagement und Konfliktprävention.
Die OSZE hat als einzige gesamteuropäische Organisation eine entscheidende Kontrollfunktion in den Bereichen der Rüstung, der vorbeugenden Diplomatie, bei Wahlbeobachtungen und beime Aufbau demokratischer Strukturen.