Ein giftiger Jakob alarmiert Landwirte Kieler Nachrichten Mit seinen gelben Blüten leuchtet es wie die Sonne und wird auf der englischen Isle of Man sogar als Nationalblume verehrt. Wäre das Jakobs-Kreuzkraut nur ...
Das Staatsgebiet Isle of Man besitzt das älteste Parlament (Tynwald, seit 979 n.Chr.) der Welt mit einer parlamentarischen Demokratie und einer eigenen Selbstverwaltung, nur die Interessen der Außen- und Verteidigungspolitik werden vom Vereinigten Königreich ausgeführt. Isle of Man ist Mitglied im Commonwealth und ein abhängiger Teil des Vereinigten Königreichs, aber gehört nicht zur Europäischen Union. Die Insel liegt in der Irischen See 50 km vor der irischen Küste und etwa 50 km vor nordwestlichen Küste Englands. Die dazugehörige felsige Insel Calf of Man liegt vor der Südküste Isle of Man.
Die Greenwich Standartzeit (GMT) enstspricht der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -1 Std.
Standartzeit bezogen auf die Koordinierte Weltzeit (Universal Time Coordinated) UTC 0 Std.
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Isle of Man Travel - Informationen zur Insel in der irischen See vor der Küste Nordwestenglands. Mit Urlaubstipps und Präsentation von einigen Hotels.
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Artikel
Die Isle of Man [] (früher auch Isle of Mann, deutsch Insel Man, manx Ellan Vannin) ist eine Insel in der Irischen See. Sie ist als autonomer Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt, jedoch weder Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie. Sie stellt ein gesondertes Rechtssubjekt dar und ist nicht Teil der Europäischen Union. Die Isle of Man ist bekannt als Steueroase und Sitz von Offshoreunternehmen sowie für das Motorradrennen Tourist Trophy.
Geographie
Die Isle of Man ist eine der Britischen Inseln und liegt in der Irischen See zwischen Schottland (29 km entfernt), England (48 km), Nordirland (52 km), Wales (71 km) und der Republik Irland (85 km). Durch ihre Lage hat sie ein feuchtes, gemäßigtes Klima mit milden Wintern und kühlen Sommern.
Die 572 km² große Insel ist größtenteils hügelig. Die höchste Erhebung ist der 621 m hohe Snaefell, der mit der Snaefell Mountain Railway erreicht wird. Im äußersten Norden ist die Insel sehr flach, dieser Teil ist durch Ablagerung von Sedimenten entstanden. Bei einer Ausdehnung von 52 km und 22 km besitzt die Insel eine Küstenlänge von 160 km. Der längste Fluss Sulby misst 17 km. In einer Entfernung von weniger als 500 Metern der Südwestspitze vorgelagert und durch den Calf Sound (auf Manx: Yn Challoo) getrennt ist die Insel Calf of Man.
Sulby Glen
Das Sulby Glen ist ein Tal im Norden der Insel. Den Namen hat der Glen, oder das Tal, davon, dass der River Sulby in nordwärtiger Richtung durchfließt. Das Tal misst in der Länge 3 Kilometer und hat eine maximale Breite von 300 und eine minimale Breite von weniger als 50 Metern.
Geschichte
Die ersten Besiedler waren Jäger und Sammler, die im 6. Jahrtausend v. Chr. durch die reichen Vorkommen an Fisch und anderer Wasserfauna angezogen wurden. Mit der Ankunft der Ackerbauern brach auf der Insel die Jungsteinzeit an, die einige Megalithanlagen hinterließ (King Orry's Grave, Mull Hill, The Braaid).
Ab dem 8. Jahrhundert war die Isle of Man ein Außenposten der Wikinger und bis zum 13. Jahrhundert Teil des norwegischen Königreiches (Jarltums) der Hebriden. Die Pagan Lady of Peel, eine wikingerzeitliche Bestattung auf St. Patrick's Isle, zeugt von dieser Phase ebenso wie das Schiffsgrab von Balladoole und The Braaid ein multikuturell genutzter Platz. Danach wurde Man an Schottland abgetreten und kam im Jahre 1765 an die britische Krone. Die Insel besitzt noch eine Vielzahl der typischen Cross Slabs und Steinkreuze, sowie fünf Promontory Forts.
Die Bewohner bezeichnen sich und ihre Insel nach der keltischen Sprache als „Manx“.
Bevölkerung
Die größten Städte
(in Klammern: manx-gälischer Name, Einwohnerzahl)
Douglas (Doolish, 25.422 Einwohner)
Onchan (Kione Droghad, 8.600 Einwohner)
Ramsey (Rhumsaa, 6.900 Einwohner)
Peel (Purt ny hInshey, 3.800 Einwohner)
Port Erin (Purt Chiarn, 3.200 Einwohner)
Castletown (Balley Chashtal, 3.000 Einwohner)
Port St. Mary (Purt-le-Moirrey, 1.900 Einwohner)
Laxey (Laksaa, 1.725 Einwohner)
Religion
Die Bevölkerung ist überwiegend anglikanisch. Zahlreiche Bewohner bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben, sind Methodisten, Baptisten oder Presbyterianer.
Sprache
Auf der Isle of Man wird heute Englisch gesprochen. Die ursprüngliche Sprache der Insel ist das Manx (Eigenbezeichnung Gaelg Vanninagh, dt. „Manx-Gälisch“), eine keltische Sprache. Der seinerzeit letzte Manx-Sprecher Ned Maddrell ist 1974 gestorben, war jedoch auch kein Muttersprachler, da er die Sprache erst nach dem Englischen erlernt hatte. Es gibt erfolgreiche Versuche der Wiederbelebung – so sprachen 1991 rund 0,8 Prozent der Bevölkerung wieder Manx, und es gibt wieder 28 „Muttersprachler“; der älteste von ihnen ist 14 Jahre alt (Stand: 2005). In manchen Schulen wird Manx unterrichtet.
Sonstiges
Die durchschnittliche Lebenserwartung auf der Isle of Man beträgt 77,8 Jahre, die Kindersterblichkeit 0,63 Prozent. Das Bevölkerungswachstum beträgt 1,8 %.
Staatsrecht
Die Isle of Man ist weder Teil des Vereinigten Königreiches noch eine Kronkolonie, sondern als Kronbesitz (engl. crown dependency) direkt der britischen Krone unterstellt. Als solcher ist sie auch kein Mitglied der Europäischen Union. Dennoch gilt ein Teil des EU-Rechts auf der Insel, und die Isle of Man nimmt an der Zollunion teil.
Das Vereinigte Königreich ist für Außenpolitik und Verteidigung zuständig, ansonsten ist die Insel selbstverwaltet.
Staatsoberhaupt (Lord of Mann) ist Königin Elisabeth II., die auf der Insel durch einen Lieutenant Governor vertreten wird.
Dem Ministerrat steht der Chief Minister vor.
Das 979 gegründete Parlament, der Tynwald (manx-gälisch Tinvaal), ist das älteste durchgängig bestehende Parlament der Welt (das älteste noch aktive, aber nicht durchgängig bestehende ist das seit 930 in Island belegte Althing) und besteht aus zwei Kammern: dem direkt gewählten House of Keys und dem indirekt gewählten oder ex officio besetzten Oberhaus, dem Legislative Council. Wahlberechtigt zum Tynwald ist seit 2006 jeder Einwohner ab 16 Jahren.
Der Nationalfeiertag, der Tynwald Day, wird am 5. Juli gefeiert.
Infrastruktur
an der Bergstation
Die Länge des Straßennetzes der Insel Man beträgt ungefähr 800 km. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass auf vielen Straßen keine Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten.
Auf der Insel besteht heute ein Eisenbahnnetz von 68,5 km Länge; davon sind 43,5 km elektrifiziert. Dieses Netz gliedert sich in fünf verschiedene Systeme:
Isle of Man Railway
Manx Electric Railway
Snaefell Mountain Railway
Douglas Horse Tram
Groudle Glen Railway
Die drei ersten Linien werden von der Isle of Man Transport betrieben. Einige der Straßenbahnen sind in ihrer Grundkonstruktion schon über 100 Jahre alt, allerdings wurden Motoren und Technik in den 70er Jahren aus Fahrzeugen der 1974 stillgelegten Straßenbahn Aachen übernommen.
In Ronaldsway bei Castletown befindet sich der internationale Flughafen des Landes.
Fähr- und Schnellschiffverbindungen nach Belfast, Dublin, Heysham und Liverpool werden von der Steam Packet Company betrieben.
Zwischen Großbritannien und der Insel Man liegt seit 1999 das längste Drehstromseekabel der Welt zur Verbesserung der Stromversorgung der Insel.
Wirtschaft
Offshore Banking, verarbeitende Industrie und Tourismus sind die wichtigsten Wirtschaftszweige. Land- und Fischereiwirtschaft waren früher die wichtigsten Arbeitgeber.
Die Insel hat ihre eigene Währung (Isle of Man Pound, 1:1 an das englische Pfund Sterling gekoppelt), und ihre eigenen Briefmarken.
Die Einkommensteuer hat Sätze zwischen 10 und 18 Prozent, die Körperschaftsteuer beträgt null Prozent.
Aufgrund ihrer isolierten Lage und ihrer fehlenden politischen Zugehörigkeit zum Vereinigten Königreich wird die Isle of Man im Volksmund auch als Versteck der britischen Millionäre bezeichnet. So hat sich der britische Schauspieler Norman Wisdom hier seinen Altersruhesitz eingerichtet. Als Steueroase bietet sich die Insel seit 2009 nicht mehr an, da sich Deutschland mit der Isle of Man auf mehr Transparenz verständigt hat.
Kultur
Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten
The Grove House and Gardens, Ramsey
Ballafayle, Cairn
Ballaharra, Menhire
Ballingan, Cairn
Cahstal yn Ard Menhire, Cairn
Cleigh yn Arragh, ein Hillfort
Cronk Karran, Steinkreis
Giant´s Grave, bronzezeitliche Grabkiste
King Orry's Grave und Cloven Stones
Mounds of Bride, Gräberareal
Mull Hill, auch Meayll Circle
Spiral Stone Felsritzung
St. Patrick's Chair 3 Menhire, Cairn
Peel Castle, auf St. Patrick's Isle, dessen Sandsteinmauern die St. German's Cathedral aus dem 13. Jahrhundert, den Round Tower und ein altes Kloster umgeben
Castle Rushen, auf dem die Könige und Lords von Man im Mittelalter residierten
Tynwald Hill, auf dem am Tynwald Day Gesetze verkündet werden und direkte Eingaben an das Parlament gemacht werden können
Great Laxey Wheel, Europas größtes Wasserrad, das die Wasserhaltung eines Bergwerks antrieb
Die dampfbetriebene Isle of Man Steam Railway, eine Schmalspurbahn, die von Douglas nach Port Erin fährt
Die historische Manx Electric Railway, eine Straßenbahn, von Douglas nach Ramsey
Die Pferdestraßenbahn, die auf der Strandpromenade von Douglas verkehrt
Die historische Snaefell Mountain Railway auf den Snaefell
Die Manx Cat, eine Katzenrasse ohne Schwanz
Das Vogelschutzgebiet Calf of Man
Manx Ice, eine spezielle Eissorte
Die Isle of Man TT, ein seit 1907 ausgetragenes Motorradrennen, das seit 1911 auf dem 60,7 km langen Snaefell Mountain Course auf öffentlichen Straßen stattfindendet.
Söhne und Töchter
Die Brüder Gibb (Bee Gees) wurden hier geboren und verbrachten bis in die 1950er Jahre dort ihre Kindheit.
Mark Cavendish, britischer Radrennfahrer
Sonstiges
Liste der Herrscher der Isle of Man
Northern Lighthouse Board (NLB), Behörde zur Kontrolle und zum Unterhalt der festen und schwimmenden Schifffahrtszeichen
Die Isle of Man dient aufgrund der teilweise nicht vorhandenen Geschwindigkeitsbegrenzung des Öfteren als Drehort für die BBC-Sendung Top Gear
Literatur der Insel
Stephen Burrow: The Neolithic Culture of the Isle of Man: A Study of the Sites and Pottery. 1998
Ulrike Katrin Peters, Karsten-Thilo Raab: Isle of Man. Westflügel Verlag 2007, ISBN 978-3-939408-02-4