Der Pontifex, der wahrscheinlich ein ehemaliger Sklave war, wurde auch Kallistus oder Kallistos genannt. Er wurde im Jahr 0188 auf die Insel Sardinien verbannt um dort in Bergwerken zu arbeiten, später jedoch von Kaiser Commodus begnadigt.
Auf Papst Kalixt I. ist der Generalablaß zurückzuführen, daß die Vergebung aller bereuten Sünden ohne folgende Bußzeit erfolgen muß. Gegenpapst Hippolyt, aber auch Teile des Volkes waren darüber erbost, da nun auch Ehebrecher, Unzüchtige, ja gar Mörder an der heiligen Kommunion teilnehmen durften, wenn sie ihre Taten beichteten.
Kalixt I. ist außerdem Namensgeber für die Kalixtuskatakomben in Rom. Vielleicht hat er diese seinerzeit selbst anlegen lassen, oder aber man wollte ihn später mit der Benennung ehren.
Wahrscheinlich starb der Heilige als Märtyrer bei Unruhen. Andererseits wird auch erzählt, daß Kalixt I. kopfüber in einen Brunnen geworfen wurde. Jedenfalls zeigen ihn Malereien oft auch mit einem Brunnen. Reliquien des Heiligen wurden im 9. Jahrhundert u.a. nach Fulda, Neapel und Reims, aber auch in verschiedene Kirchen in Rom überführt.