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Gebundene Rotation sowie deutliche Bahnexzentrizität und Inklination zur Ekliptik. Der Merkur ist mit Abstand der kleinste der "echten" Planeten und kleiner als einige Monde des äußeren Sonnensystems.
Ein grosser Eisenkern wird von einem silikatischen Mantel umhüllt.
Der innere Aufbau des kleinsten Planeten ähnelt überraschenderweise am ehesten dem der Erde. In seinem Inneren besteht ein im Verhältnis gesehen sehr grosser und schwerer Kern aus Eisen und Nickel bzw. Eisensulfiden, der von einem relativ geringmächtigen Mantel umhüllt ist.
Der Mantel und die Kruste bestehen sicherlich wie bei allen terrestrischen Planeten aus Silikaten in etwa basaltischer Zusammensetzung. Die Kruste bzw. die Lithosphäre des Merkur, falls diese Einteilung für den Planeten überhaupt gelten kann, dürfte sehr starr sein, eine wie auch immer geartete Plattentektonik, wie auf der Erde oder wenigstens ein globaler Vulkanismus wie auf der Venus oder dem Mars, scheinen hier weitgehend zu fehlen. Der Merkur ist somit ein Ein-Platten-Planet wie der Mond.
Der Kern erzeugt ein deutliches Magnetfeld, wie, ist auch wie bei der Erde noch recht wenig überzeugend geklärt, insbesondere weil die für die Erde angenommene differentielle Rotation von Kern und Mantel, die den magnetfeldgenerierenden Dynamoeffekt hervorbringen soll, beim Merkur mit seiner sehr langsamen Rotation kaum wirksam sein kann. Vielleicht wird das Magnetfeld im innersten Kern auch durch Kernfusionsprozesse erzeugt, wei das für die Erde seit einiger Zeit diskutiert wird.
Quelle: verändert nach NASA/JPL aus planet merkur .meliphon.de Das Calorisbecken ist ein riesiges Impaktbecken und die größte Struktur auf dem Merkur.
Die Oberfläche des Merkur ähnelt ganz im Gegensatz zu seinem inneren Aufbau ganz und gar nicht dem der anderen terrestrischen Planeten und schon gar nicht der der Erde, sondern vielmehr der des Mondes. Sie ist durch Impaktkrater jeder Größe gekennzeichnet, die beweisen, dass krustenerneuernde Prozesse in der gesamten planetologischen Geschichte des Merkur seit 3,5 Milliarden Jahren kaum eine Rolle gespielt haben. Analog zu den Maria des Mondes gibt es auch hier gewaltige Impaktbecken mit konzentrischen Ringgebirgen, von denen das größte das imposante, 1200 km durchmessende Caloris-Becken (Abbildung oben) ist.
Neben den Impaktstrukturen kommen auf dem Merkur aber doch einige lineare Strukturelemente vor, die auf dem Mond fehlen. Sie werden als tiefreichende Brüche in der Kruste gedeutet, an denen vertikale Krustenbewegungen stattgefunden haben. An der Oberfläche bilden sie sich durch mbis zu mehrere tausend Meter hohe Steilkanten mit einer Länge von bis zu mehreren hundert Kilometer ab. Möglicherweise entstanden sie durch eine geringfügige Schrumpfung des Planeten bei der Abkühlung, oder aber sie zeigen in geringem Maße doch ehemalige tiefliegende Massenbewegungen an der Mantel-Kern-Grenze an.
Anhand des Datenblattes können Sie mit Hilfe unseres Kugelrechners Umfang, Oberfläche, Volumen und Masse dieses oder eines beliebigen Himmelskörpers berechnen. Notieren Sie sich hierzu Durchmesser und Dichte wie oben angegeben.
Planet Merkur - Eine zusammenfassende Abhandlung über den sonnennächsten Planeten im Sonnensystem. Es werden insbesondere topographische Merkmale beschrieben.
Planet Merkur - Rund um den Transit des Planeten vor der Sonne am 07.05.2003.