Impressum

Navassa (Amerika • Geschichte)

zurück zur Startseite

Aktuelle Meldung


Group to focus on Gullah Geechee heritage at Brunswick meeting
StarNewsOnline.com
?It turns out that West Africans were experts in rice planting,? said Navassa Mayor Eulis Willis, an amateur historian and vice chairman of the commission's ...

)


Artikel nach oben

Überblick

Die Insel wurde von Christopher Columbus 1504 entdeckt und hieß ursprünglich Navaza (spanisch), war aber für die damaligen Eroberer uninteressant, da es auf der Insel keinerlei natürliches Vorkommen von Trinkwasser gab. Erst 1857 wurde die Insel Navassa durch die Bergbaufirma Baltimores Fertilizer Company im Namen der Vereinigten Staaten in Besitz genommen.

Nachdem der Abbau des Guano Phosphats (organisches Düngemittel) nicht mehr ergiebig war, wurde 1898 der Betrieb eingestellt. Navassa wurde mit der Öffnung des Panamakanals 1914 wieder bedeutend, stellt aber für die Navigation der Schiffe eine Gefahr dar. 1917 wurde daraufhin ein Leuchtturm errichtet, dieser stellte dann 1976 seinen Betrieb wieder ein, da er für die Schifffahrt nicht mehr notwendig erschien.

Ab diesem Zeitpunkt ist die Insel unbewohnt und wird nur noch von einigen Bauern, Fischern aus Haiti und Forschern genutzt. Die Insel untersteht zur Zeit der staatlichen Naturschutzbehörde U.S. Department of the Interior - Office of Insular Affairs und dem U.S. Fish and Wildlife Service.



Artikel nach oben

Navassa (, , kreol: Lanavaz oder Lavsh), ist eine unbewohnte Insel im Karibischen Meer. Sie liegt auf etwa 1/4 der Strecke von Haiti nach Jamaika und gehört als nichtinkorporiertes amerikanisches Außengebiet zu den USA. Die Insel wird auch von Haiti beansprucht, vor/auf dessen Inselsockel von Hispaniola sie liegt.

Geographie

Navassa liegt etwa 50 km westlich der Tiburon-Halbinsel Haitis und etwa 160 km südlich der Guantánamo-Bucht auf Kuba. Navassa stellt, ähnlich der Insel Henderson im Pazifik, ein so genanntes „Gehobenes Atoll“ dar und erreicht eine Höhe von bis zu 77 Metern über dem Meeresspiegel. Die von einem Korallenriff umgebene Insel hat eine Fläche von 5,4 km² sowie eine Küstenlänge von 8 km.

Die Insel ist nicht dauerhaft bewohnbar, da es keine natürlichen Süßwasserquellen gibt. Hinzu kommt, dass zahlreiche einheimische Pflanzen hochgiftig sind und der Untergrund teilweise so scharfkantig ist, dass er fast jedes Schuhwerk durchschneidet. Die einzige Vegetation besteht aus Baumgruppen, vereinzelten Kakteen und Gras, auf dem Ziegen weiden. Seit 1999 ist die Insel ein Naturschutzgebiet, es besteht ein strenges Betretungsverbot.

Die Lage der Insel, 160 km südlich vom Militärstützpunkt Guantanamo Bay, ist für die USA strategisch interessant.

Geschichte

Bereits 1504 strandeten spanische und indianische Matrosen, die während der Vierten Reise von Christoph Kolumbus unter dem Kommando von Diego Méndez von Jamaika nach Hispaniola ruderten, um Hilfe für die in Seenot geratene Mannschaft zu holen, mit ihren Kanus an der Insel und tauften sie Navaza (von span. Nava = Ebene). Ursprünglich Haiti zugeordnet, wurde sie im Jahre 1857 unter Berufung auf den Guano Islands Act von den USA annektiert, wodurch es das älteste Überseegebiet des Landes wurde. Es gab jedoch keinen Guano auf der Insel, der weiße Phosphorit war mit dem Vogelkot verwechselt worden. Nachdem Phosphorit ebenfalls als Düngemittel Verwendung findet, wurde er von 1865 bis 1889 intensiv abgebaut. Im Jahr 1917 wurde Navassa von der United States Coast Guard übernommen und ein Leuchtturm im Süden der Insel errichtet, da seit Eröffnung des Panamakanals deutlich mehr Schiffe die Insel passierten. 1996 wurde der Leuchtturm wegen Fortschritten in der Navigationstechnik aufgegeben und die Insel mit dem umgebenden Seegebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Seit 1999 wird die Insel inklusive der Gewässer in 12 Meilen Umkreis als National Wildlife Refuge durch den United States Fish and Wildlife Service unter dem Namen Navassa National Wildlife Refuge verwaltet. Seitdem wurden bei mehreren Expeditionen auf die Insel verschiedene neue Spezies entdeckt, u. a. auch das letzte, in natürlichem Habitat vorkommende Exemplar des Pseudophoenix sargentii saonae (Unterart: navassana) einer Urzeitpalme oder zwei bereits als ausgestorben geglaubte endemische Eidechsen-Arten.

Bild:NavassaEastCoastAerialUSGS.jpg|Luftaufnahme der Ostküste von Navassa Bild:navassana.jpg|Don Hickey (USGS) und der letzte Pseudophoenix auf Navassa Bild:NavassaLighthouse.jpg|Der Leuchtturm Navassa-Lighthouse im Süden der Insel

Flagge

  • Flagge Navassas

Einzelnachweise





 Zahnarzt Essen
 Links